Über das Thema Ketose bin ich vor einigen Tagen zur Low-Carb Ernährung gekommen und finde das Thema gerade sehr spannend. Anders als das klassische "weniger Essen, weniger Fett und Fleisch" geht es, wie der Namen vermuten lässt natürlich um weniger Kohlenhydrate, also Zuckerverbindungen.
Von einer Reduktion bis auf einen kompletten Verzicht gibt es da natürlich diverse Abstufungen. Da ich selten allzu radikal bin, peile ich im Moment irgendwo grob einen Mittelweg an.
Die Idee dahinter ist recht einfach: Der Mensch, als Allesfresser ausgelegt hat in den letzten 1,5 Mil. Jahren größtenteils als Jäger und Sammler gelebt, Kohlenhydrate nahmen erst in den letzten paar Jahrtausenden, nach der Sesshaftwerdung und dem Beginn des Ackerbaus diese dominante Stellung ein. Ein zusätzlicher Bewegungsmangel der eigentlich erst im letzten Jahrhundert fast alle Bevölkerungsschichten erreichte hat die Situation natürlich nicht verbessert. So schnell gehen Anpassungen an neue Lebensumstände natürlich nicht.
- Ketose, der extreme Weg:
Wenn man dem Köper überhaupt keine Kohlenhydrate mehr zuführt, beginnt er zuerst die Zuckerreserven im Blut und der Leber abzubauen, dann schaltet er auf Fettverbrennung um. Dabei entstehen Ketose-Teile, die in Zukunft die Energieversorgung des Gehirns (das bisher auf Zucker basiert) übernehmen können. Das Problem ist da natürlich das unser Gehirn nicht gewohnt ist etwas anderes als Zucker zu verwenden.
Etwa 3 Tage nach der Umstellung, wenn der Zucker ganz weg ist, tritt dann anscheinen eine gewisse Phase der Benommenheit ein, die kann von einem Tag bis zu mehreren Wochen dauern, das ist wohl ein Kritischer Punkt da das Gehirn sich auf die neue Energiequelle umstellen sollte und in dem Zeitraum wohl unterversorgt sein kann. Wie sorglos man das also einfach so mal machen darf, kann ich nicht beurteilen, da sollte man sich auf jeden Fall noch informieren.
Nach der Umstellung arbeitet der Körper anscheinend nur noch mit Fett als Energiequelle, es fällt ihm dann wohl auch leichter auf Körperfett umzustellen bei einem Energiemangel. Solange der Köper auf Zucker funktioniert geht er bei Mangel eher auf das Muskelgewebe.
Dann gibt natürlich die "sanfteren" Varianten, z.B. Diäten von Atkins, Kirsch oder Strunz, wenn man klare Regeln möchte.
Was aber alle gemeinsam haben ist der Punk das man erst mal einige Zeit (1-2 Wochen) komplett oder doch sehr stark auf alle Kohlenhydrate verzichten soll, danach kann man dann je nach System wieder langsam etwas mehr davon essen.
Weißbrot, "Weiß"-Nudeln, Kartoffeln und Zuckerdinge sind da dann aber für immer vom Speiseplan gestrichen...
Da ich Zuckerdinge viel zu gerne mag werde ich das also wohl nie "für immer" machen, aber es jetzt auf jeden Fall versuchen "anzutesten"...
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