Montag, 3. März 2014

Zeichnen

Schon vor einiger Zeit habe ich angefangen Abends vor dem Schlafen noch ein bisschen zu zeichnen. Für einige Zeit gelangen mir mit wildem Bleistiftgekritzel erstaunlich gute Bilder, allerdings immer nur willkürlich und zufällig.
Aber zumindest war ich mir sicher das der Bleistift ganz klar das Werkzeug meiner Wahl ist, da man damit einfach Fehler beheben und korrigieren kann und ich damit immer schon gerne gearbeitet habe.
Wenn ich auch bisher nie die Geduld hatte regelmäßig zu üben um endlich mal Fortschritte zu machen.

Dann wurde ich auf die Idee mit Fineliner gebracht, mit Bleistift gezeichnete Bilder habe ich damit nachgezogen und dann den Bleistiftstrich entfernt. Hat mir tatsächlich merklich besser gefallen als das Bleistiftbild. Ich dachte das ich da wohl endlich was für mich gefunden habe, doch auch hier blieb die Motivation nach kurzer Zeit auf der Strecke, da die Motive doch sehr eingeschränkt waren, mir waren meine Grenzen da sehr bewusst.

Als nächstes kam meine Schreibphase, ich habe mit Kurrent angefangen, diverse Federn gekauft und damit experimentiert, auch ein bisschen Gezeichnet allerdings primär im bisherigen Stil: erst mit Bleistift das Bild gemacht, dann mit der Feder nachgezogen. Mit dem selben Ergebnis: Es war ganz nett, aber sehr eingeschränkt und die Motivation machte sich schneller wieder davon als ich schreibe konnte.

Vor ein paar Wochen setzte ich mich nun wieder einmal an eine Karte für mein Weltenprojekt. Das Übliche: Küsten, Berge, Ortschaften und Flüsse. Erst mit Bleistift dann mit Feder und verschiedenfarbigen Tinten.
Und dann, ein paar Tage später als ich mal wieder nicht schlafen konnte, packte es mich und ich fing an Wald einzuzeichnen, und den Bergen etwas Schatten zu geben, dazu benutzte ich eine extrem feine Zeichenfeder gegen deren feine Striche der "Fineliner" wie ein Bulldozer wirkte. (Das ist übrigens das Ergebniss, noch lange nicht perfekt aber doch ein Anfang)

Danach fing ich an damit zu experimentieren, diese Extrem feinen Linien ließen unglaubliche Details zu, ermöglichen unglaublich tollen, feinen Schatten und machten mir sehr viel Spaß. Wieso war ich nicht schon früher darauf gekommen? Die Federn lagen schon seit einem Jahr bei mir herum, extrem feine Linien waren schon immer etwas das mich fasziniert hat und doch kam ich gerade erst drauf.
Entsprechend griff ich am Abend immer wieder dazu und spielte damit etwas herum, immer mit mehr oder weniger positivem Ergebnis, auch wenn es mir weiterhin klar war das ich keine Wunder erwarten könne...

Was dann aber gestern Abend geschah! Gut, Wunder würde ich es nicht gerade nennen, aber doch ein Augenöffner, plötzlich schien ich mich einer Technik anzunähern die mir einfach lag, deren Ergebnis mir auf Anhieb besser gefiel also so vieles davor. Nämlich wieder das wilde Kritzeln das ich davor mal mit dem Bleistift angefangen hatte, jetzt aber mit der feinen Feder. Keine klaren Linien wie ich sie eigentlich liebe, sondern wilde unklare Schattenränder, dynamische Formen und Ränder.
Der erste gezielte Versuch der "Weltenpflanze" gelang mir auf Anhieb besser als alle bisherigen Versuche.
Da hoffe ich nun einfach mal, das das nicht einmalig war und werde mich heute wieder dran setzen, ein Motiv fehlt mir zwar noch, aber vielleicht werde ich wirklich mal wieder versuchen etwas abzuzeichnen, was ich eigentlich hasse, aber um diese neue "Technik" selbst kennen zu lernen und zu verfeinern kann das eigentlich nicht schaden... ich bin gespannt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen