Mittwoch, 2. Dezember 2009

Thailand

So, hier also mal der erste Teil zum Urlaub, der zweite mit den Bildern folgt dann frühestens am Wochenende, ich habe mich beim Knipsen nicht zurückgehalten und etwa 1200 Bilder gemacht, die Filme nicht mitgerechnet (sind allerdings nur wenige, meist von Boot aus, während der Fahrt).

Also, Thailand war das Ziel. Meine Schwester war, als sie noch als Reiseleiterin tätig war, eine Saison in Thailand (kurz vor dem Zunami) und seither jedes Jahr mal im Urlaub dort, sie kennt einige Leute und hat es jobbedingt auch einfach dorthin zu kommen. Aus diesem Grund war ich natürlich erfreut als sie mich fragte ob ich mitwolle. Flug kostenlos und Hotel zum Einkaufspreis. Entsprechend waren wir dann auch im tollsten Hotel am Platz, am Rande von Patong, also außerhalb des Trubels aber in 10 Gehminuten war man im Ortskern, jedes Zimmer mit Blick auf die Bucht und natürlich das Meer. Eigener Pier und Jungelweg. 4 Sterne, welche definitiv Sterniger waren als die 4 Sterne All-inc von anderen Destination. Gut wir hatten hier nur (ein ausgiebiges) Frühstück  aber bei den Essensmöglichkeiten in Patong und Umgebung wollte man auch nicht mehr.

Genau, das Essen: Thaiessen ist ja bekanntlich scharf, da ich aber gewisse Probleme hatte von einem der Zahllosen Händler Essen in Plastikgeschirr zu essen waren wir meist in guten Lokalen, für wenig Geld gut Essen, einen Schärfetest habe ich entsprechend leider nicht machen können, aber was solls verhungert bin ich nicht. 
Die Essenspreise allgemein sind recht niedrig. 3-4 Euro für eine volle Mahlzeit, sogar Japanisch war um den Dreh herum (also richtig Warm und so, nicht nur Sushi *sabber*). Oder z.B. 450g Steak (FLEISCH!) gab es für 16€ bzw. da halber Preis für 8€, und es war toll. Das war ein weiterer Vorteil. Da wir Abends meist mit den Reiseleiterfreunden meiner Schwester unterwegs waren, bekamen wir überall Rabatt von 50% oder so. *g*

Auch das Einkaufen war faszinierend, natürlich gab es die bekannten Stände mit unzähligen gefälschen "Originalen", da man beim Zoll aber ein Auge drauf hat, haben wir uns da zurückgehalten, allerdings gibt es auch neue (riesige) Einkaufszentren mit originalen Originalen zu Preisen das einem die Ohren wackeln, da sieht man dann recht gut was bei uns so draufgehauen wird. Z.B. habe  ich mir nun meine ersten Converse zugelegt für unter 20€, Sandalen, Wander/Regenkleidung und einige Shirts. Nur Elektroartikel sind ähnlich teuer, schade, sonst hätte ich nun einen iPod, aber egal meine nächste Visarechnung wird entsprechend hoch sein. 
Oh, und Massagen, tolle Massagen für 4 Euro konnte man sich 1 Stunden lang die Füße massieren lassen (oder Arme und Schultern, oder eine Thai-Massage), sowas will ich hier auch!

Herrje, da scheint meine Schwester abzufärben, ich schreibe nur vom Einkaufen und Essen, und vergesse das Land selber. Trotz aller Unkenrufe der dort leben Europäer hat Thailand eine eigene Kultur, Kunst, Architektur und Schrift, so "dumm" können sie also nicht sein. Allerdings kann  man oft etwas den Eindruck bekommen: Die wenigsten können gut Englisch, auch nicht in den Hotels und da sie kulturell bedingt andere Leute nicht enttäuschen wollen (oder so) ist die Antwort auf eine nicht verstandene Frage immer ein freundliches Lächeln und ein "Yes".  (Aber es gibt auch positive Ausnahmen, wir hatten auf einem Ausflug einen Führer der fast fließen Englisch und Deutsch gesprochen hat) Das kann schon etwas frustrierend sein.
Autofahren ist ebenfalls so eine Sache, das scheinen sie tatsächlich nicht zu können. Fahrschulen gibt es wohl keine und an Regel halten sie sich auch nicht. Schalten können sie auffallen gar nicht, unglaublich was da bei hügeligen Strecken los ist, dagegen sind die deutschen Touris in meiner Gegend regelrechte Rennfahrer.

Da Patong ein Touri- (und leider auch Sex) Zentrum ist, trifft man dort auffällig oft auf sehr großgewachsene und überdurchschnittlich hübsche Frauen mit ungewöhnlich großer Oberweite (dieses westliche Klicheeschönheitsideal), welche dann aber meist Männer sind.  Da gibt es sehr unterhaltsame Geschichten von ahnungslosen (sexgeilen) Touristen.  *kähähä*
Den Sextourismus kann man leider  nicht übersehen, eine ungewöhnlich große Anzahl allein oder in Gruppen reisender (teils recht "benachteiligt" ) aussehender Männer fallen schon im Flugzeug auf, in Patong und auch bei den Ausflügen sind dann oft eben solche ältere Männer mit ihren Thai-Freundinen unterwegs. Das ist eigentlich das einzig wirklich Negative an dieser Destination (mal abgesehen vom Preis wenn man regulär hinfliegt natürlich)

Die Ausflüge zu verschiedenen Inseln waren ebenfalls unglaublich toll, so eine Anzahl von kleineren und größeren Inseln habe ich noch nie erlebt und es war ein ganz neues Erlebnis zwischen den Inseln herumzufahren, zu schnorcheln oder sich mit einem Kanu in abgelegene Buchten paddeln zu lassen, mit Felsklippen und Jungel der bis zum Meer reichte, oder abgelegene Strände von Felsen umgegeben (z.B. der berühmte Strand aus "the Beach", ein Film den ich immer noch nicht gesehen habe :ugly:). Ein Tauchausflug ist sich zwar leider nicht ausgegangen, dazu war die eine Woche dann einfach zu kurz, aber wir waren ja schnorcheln und haben Seenadeln, Clownsfische (in Schwarz, also böse Clownsfische) gesehen und meine Schwester hatte Kontakt mit einer Qualle was die Euphorie, ins Wasser zu gehen etwas gebremst hat.

Wie gesagt, Bilder müssen noch etwas sortiert werden und folgen noch...

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"...Trotz aller Unkenrufe der dort leben Europäer hat Thailand eine eigene Kultur, Kunst, Architektur und Schrift, so "dumm" können sie also nicht sein. Allerdings kann man oft etwas den Eindruck bekommen: Die wenigsten können gut Englisch, ..."

Wow. Also wirklich - wow. Ich habe schon lange nicht mehr so etwas abwertendes und rassistisches gelesen. Manche Europäer glauben wohl tatsächlich noch sie seien die großen Kolonialherren, die den unterbelichteten Buschvölkern die Zivilisation bringen. Wiederlich. Vielleicht einfach zuhause bleiben, da wäre vielen Ländern und Völkern mit geholfen.
Ich gehe desweiteren davon aus, dass Ihr Englisch perfekt ist, sonst muss man im Umkehrschluß Ihrer Aussage leider den Eindruck bekommen, das Sie etwas "dumm" sind.

Alcarinque hat gesagt…

Thranduil, bist dus?

Schon interessant wie man wegen einem einzigen, etwas unglücklich formulierten Satz gleich ein rassistisch, überheblich, imperiales Arschloch wird. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Und um das klar zu stellen, ich hatte sicher nicht die Absicht jemanden abzuwerten oder anzugreifen.
Es hat mich einfach irritiert das in Hotels mit über 95% ausländischen Gästen (ähnliches gilt für Restaurants etc.) viele Angestellten, und damit meine ich nicht die Zimmermädchen, Probleme mit grundlegender Kommunikation in Englisch hatten.
Ob das nun ein lokales Problem ist, ich zielstrebig die einzigen Leute herausgepickt habe habe oder das den ganzen (süd)ostasiatische Sprachraum betrifft (immerhin fällt es uns ja auch nicht leichter diese Sprachen zu lernen, von den ganzen kulturellen Unterschieden gar nicht zu reden) kann ich nicht beurteilen...

Anonym hat gesagt…

"Schon interessant wie man wegen einem einzigen, etwas unglücklich formulierten Satz gleich ein rassistisch, überheblich, imperiales Arschloch wird. Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie. "
Das ist nicht unglücklich formuliert, um weniger "unglücklich formuliert" zu wirken müsste der Satz eine Wendung um 180° machen. Alleine die Festellung, dass sie ja gar nicht so "dumm" sein können, macht mich mehr als nur sprachlos.

Der gesamte Beitrag liest sich wie der eines leider typischen Pauschaltouristen, der sich nur oberflächlich mit dem Land auseinandersetzt und selbiges nur als nette Kulisse für seinen Urlaub ansieht. Dafür spricht ja schon der fehlende Wille, den "sicheren Hort" des touristischen Umfelds zu verlassen. Wie unendlich langweilig, als ob man auf diese Art und Weise auch nur ansatzweise das Land entdecken und kennenlernen könnte.
Und Englisch ist kein Indikator für die Entwicklung eines Landes, war es zum Glück noch nie. Sicher ist es bequem, auf der anderen Seite ist es doch soviel spannender, zu versuchen, mit der Landessprache klarzukommen und seien es nur ein paar ausgesuchte Brocken.

Alcarinque hat gesagt…

Ich bin eigentlich davon ausgegangen das es sich aus dem Kontext ergibt, wie ich das gemeint habe, i did not expect the spanish inquisition.
Anführungzeichen deuten normalerweise nicht darauf hin, das man das als wichtig hervorheben will, sondern das das Wort absichtlich nicht ganz richtig gewählt wurde, da es ganz offensichtlich nicht meiner Meinung entspricht. Also hier noch kurz die ausführlichere Version:
... so "dumm", wie sie von den dortigen Europäern gerne hingestellt werden, können sie also nicht sein. Wieso man in einem Land leben kann, in dem man die Einwohner als so minderwertig empfindet, kann ich nicht verstehen, oder man braucht das um sich besser zu fühlen, keine Ahnung.

Also, nochmal, es entspricht ganz sicher nicht meiner Meinung, sondern ist das was ich unisono von den dortigen Europäern gehört habe und das empfand ich als erschreckend.

Ansonsten war das ein Pauschalurlaub, ja. Sehr knapp organisiert und relativ kurz, sodass ich keine Zeit hatte mich groß darauf vorzubereiten (dann wäre es in jeder Hinsicht anders gelaufen).

Ich habe an keiner Stelle erwähnt das Englisch ein Indikator für die Entwicklung eines Landes sein soll, nur das das Personal eines Hotels mit fast nur ausländischen Gästen zumindest einigermaßen Englisch sprechen sollen könnte, unabhängig in welchem Land.

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