Sonntag, 20. September 2009

Kaffeemaschine

Da meine Eltern so langsam dabei sind das Haus auszuräumen, tauchen immer wieder Dinge auf, die sich sie Jahrzehnten im Dachboden befunden haben. Vor 3 Tagen kam dann diese Gerätschaft ans Tageslicht:

Eine Kaffeemaschine die meine Großeltern 1940 bekommen oder gekauft haben, zumindest steht das so auf dem beiliegenden Garantieschein, welcher, wie die Beschreibung auf Englisch sind, sehr witzig, da das damals sicher nicht so verbreitet war. Eine bisschen herumsuchen im Netz ergab, das diese "Cona" Kaffeemaschine seit 1910 oder so vertieben wurden und in England wohl gar nicht so selten sind, zumindest gibt es nun ettliche neuen Marken die dieses Prinzip immer noch anwenden, es soll die beste Möglichkeit sein, Kaffee herstzustellen, da Temperatur und so genau richtig sein sollen.
Da ich keine Kaffeespezialist bin, kann ich das nicht so wirklich beurteilen, aber das hält mich natürlich nicht davon ab, diese "Maschine" zu testen.

Das Funktionsprinzip ist relativ simpel und gleichzeitig genial. Was auf dem Bild vielleicht nicht so klar ersichtlich ist, ist der Filter im oberen Behälter, welcher um ein Btalsieb gebunden wird, welches wiederum an einer Stange hängt welche am unteren Teil dieses Trichterdings festgeschraubt wird. Aber das nur am Rande, bei Interesse kann ich die Einzelteile oder die Gebrauchsanleitung natürlich auch noch reinstellen.
Aber nun zum Kaffee, die Vorbereitung besteht darin, heißes Wasser in den Unteren Teil, Petroleum in das Gefäß darunter und Kaffee in den oberen Trichter zu füllen:

Das wars schon, nun wird das Lämpchen angezündet und das Ganze beginnt:

Falls das Funktionsprinzip noch nicht klar ist: Durch das Erhitzen des Wassers im unteren Behälter entsteht ein Überdruck, der das Wasser durch das Röhrchen in den oberen Behälter mit dem Kaffee drückt.

Dies dauert Anfangs etwas, wird dann aber immer schneller und irgendwann ist unten nur noch eine ganz dünne Schicht Wasser drin. An diesem Punkt wird die Flamme ausgemacht und der nun fertige Kaffee von oben sinkt durch den Filter wieder nach unten.

Dies geht wesentlich schneller als ich erwartet habe, in wenigen Sekunden ist alles wieder unten.

Et voilà, der Kaffee ist fertig. Die Halterung dient nun gleichzeitig als Henkel zum einschenken.

Der Kaffee hat sogar mir geschmeckt, auch wenn drei Tassen etwas viel sind für meinen Geschmack, nun muss ich nur noch überlegen ob ich das ganze für besondere Anlässe auf die Seite packe oder öfters verwende.

Das einzig negative daran ist der Ruß der sich unter der "Kanne " sammelt, dieser ist recht eklig zum abwaschen, eine etwas kleiner Flamme erzeugt aber nicht genügend Hitze um das Wasser aufsteigen zu lassen...


Achja, die zweite Errungenschaft war eine kleine Dampfmaschine, welche wohl als Spielzeug gedacht war, aber laut meiner Mutter hatte damals mein Großvater wesentlich mehr Spaß daran als mein Onkel und mir geht es ähnlich, als Kind fand ich sie (als sie gelegentlich mal ausgepackt wurde) nicht wirklich spannend, nun spiele ich schon recht lange damit herum:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen